www.deutscher-kinderverein.ruhr – Gegen Misshandlung und für Rechte der Kinder

Traurig, schockiert, fassungslos – das waren die Begriffe, die Rainer Rettinger und seinen sechs Mitstreitern in den Sinn kamen, als sie auf das von Michael Tsokos und Saskia Guddat geschriebene Buch „Deutschland misshandelt seine Kinder“ aufmerksam wurden. „Wir haben das Gespräch mit den Autoren gesucht und dann haben wir losgelegt“, erzählt Rettinger.

Das ist nun vier Jahre her. Seitdem existiert der Deutsche Kinderverein, der sich für die Rechte der Kinder einsetzt. Der Verein, im Internet unter www.deutscher-kinderverein.ruhr zu finden, will die Gesellschaft für ein Thema sensibilisieren, das heute immer noch tabuisiert, ignoriert oder bagatellisiert wird: die Misshandlung von Kindern.
Wie wichtig dies ist, belegen erschreckende Zahlen: 2015 starben 130 Kinder in Deutschland an den Folgen von Misshandlung. Täglich gibt es 38 Fälle von Missbrauch. Insgesamt wurden 13.928 Kinder Opfer von sexueller Gewalt. „Intolerabel“, so Rettinger, der vier Jahre lang als Leiter Marketing und Fundraising für den Bundesverband Kinderhospiz e.V., der sich für unheilbar kranke Kinder einsetzt, tätig war und nun die Geschäfte des Kindervereins führt. Mit zahlreichen Projekten versucht nun der Verein, misshandelten Kindern zu helfen, setzt sich dafür ein, dass Kinder ein Recht auf ein Leben ohne Gewalt und Angst haben.
Dazu zählt beispielsweise das Projekt „Schütteltrauma“, künftig auch unter schütteltrauma.ruhr, bei dem Aufklärung betrieben werden soll, wie gefährlich es ist einen Säugling zu schütteln. In Bad Karlshafen soll künftig eine Zuflucht für misshandelte Kinder entstehen. Hinzu kommen persönliche Unterstützungen für hilfebedürftige Kinder und in Einzelfällen auch Beratungen für Familien in Fragen des Kinder- und Jugendhilferechts.
An prominenter Unterstützung fehlt es dem Deutschen Kinderverein ebenfalls nicht. „Wir haben Botschafter für unsere Sache gewinnen können, die uns nicht als Bühne für ihr eigenes Image benutzen“, sagt Rainer Rettinger. Der Schauspieler Armin Rohde gehört ebenso dazu wie der Sänger Andreas Bourani. Für TV-Spots stellte sich ebenfalls die Schauspielerin Andrea Sawatzki zur Verfügung. Und bei einer Gesichts-Kampagne, ab 1. September im Rahmen einer Foto-Ausstellung im Stilwerk in Dortmund zu sehen, ist die Bestsellerautorin und Botschafterin des Deutschen Kindervereins Lilly Lindner und Fußball-Profi Roman Weidenfeller mit von der Partie.
„Unser Ziel ist es bundesweit als kompetente Leitstimme zu agieren, und als Impulsgeber die Aufgabe als Kinderlobbyisten gegen Kindesmisshandlung wahrzunehmen. Dafür benötigen wir Spenden, um unsere Projekte zu finanzieren“, erklärt Rettinger, für den die neue Domain-Endung .ruhr einen einfachen Grund hat: „Wir sind hier zu Hause und überzeugt von dieser Region.“ Auch deshalb wird es in Kürze mit www.kinderrechte.ruhr einen weiteren Auftritt unter dieser Domain-Endung geben.

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