Provokativ, informativ und kritisch-konstruktiv: www.kinderrechte.ruhr

Was für ein Tag! Stolz liest Rainer Rettinger, Geschäftsführer des Deutschen Kindervereins in Essen, die Mitteilung seines Providers Global Village, dass der Domainantrag erfolgreich bearbeitet werden konnte. Mit anderen Worten: www.kinderrechte.ruhr kann an den Start gehen.

Jede Domainendung war bisher belegt und es war nahezu unmöglich mit der Seite virtuell unterwegs zu sein. Doch .ruhr machte es möglich. „Zuerst habe ich das gar nicht fassen können, danach habe mich riesig gefreut und nun können wir diese Domain mit Inhalten füllen. Besonders aber freut es mich, dass wir mit .ruhr auch zugleich unseren Standort verraten. Wir arbeiten zwar deutschlandweit, aber unser Sitz ist hier in Essen“, sagt Rettinger und kritzelt erste Entwürfe auf ein Blatt Papier.

 

Der Entwurf zeigt einen Cartoon des Berliner Karikaturisten Klaus Stuttmann zum Thema Kinderarmut. Zweifelsohne ist Stuttmann einer der wichtigsten Karikaturisten in Deutschland und veröffentlicht seine politischen Karikaturen und Cartoons täglich in mehreren deutschen Tageszeitungen, wie Tagesspiegel, Ruhr-Nachrichten oder der TAZ. „Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass er uns für zwei seiner Cartoons die Rechte zur Veröffentlichung erteilt hat“, so Rettinger. Genau verraten will er nicht, was auf der Seite passieren wird. „Wir sind noch in der Entwicklungsphase, im Moment führt die Seite weiter auf die Seite des Deutschen Kindervereins mit Sitz in Essen. Auf jeden Fall geht es um die so wichtigen Kinderrechte in unserem Land. Das wird spannend!“, so Rettinger. Tatsächlich muss Deutschland kinderfreundlicher werden, führt er aus, und verweist dabei auf die UN-Kinderrechtskonvention aus dem Jahr 1989, die Deutschland ratifiziert hat.

 

Rettinger selbst ist ein Ruhri durch und durch – zudem Autor des Buches ‚Dem Ruhri sein Revier. Eine Liebeserklärung‘. „Ich bin hier aufgewachsen, groß geworden und verwurzelt. Ab und zu bin ich mal Untertage, dann wieder Übertage, je nach Auftragslage und Stimmung.“ Beides habe seinen Reiz, sagt er und fügt lächelnd hinzu, dass ihn die unschlagbare Kombination aus Tradition, Veränderung und permanenter Aufbruchsstimmung fasziniert. „So etwas“, meint er, „gibt es nur hier im Land der Ruhris.“ Dies soll auch für die Seite www.kinderrechte.ruhr gelten. „Wir wollen mit dieser Seite ein Zeichen setzen und auf die Rechte der Kinder aufmerksam machen. Provokativ, informativ und kritisch-konstruktiv. Es kann und darf nicht sein, dass Kinderpolitik in diesem so reichen Land ein Nischendasein fristet“, meint Rettinger und kann es kaum abwarten, dass bald die Seite online geht.

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