Erster digitaler Kunstführer fürs Ruhrgebiet – kunstgebiet.ruhr

Kunstfreunde werden dem 4. Dezember 2014 mit Spannung und Freude entgegensehen. Denn dann fällt der offizielle Startschuss zum ersten digitalen Kunstführer für das Ruhrgebiet. Seit eineinhalb Jahren beschäftigt sich die Essener Agentur at digital damit, eine das komplette Revier abdeckende Kunstplattform zu kreieren. Mit kunstgebiet.ruhr wird dieses von der RAG-Stiftung geförderte Ansinnen nun Wirklichkeit. „Es ging uns vornehmlich darum, Kunst im öffentlichen Raum des Ruhrgebiets zu erfassen. Was am Ende dabei herauskommen wird, ist aber noch wesentlich umfangreicher“, erzählt Olaf Fuldner, Geschäftsführer von at digital.

Der neue Kunstführer beinhaltet nahezu alle Facetten, die die Kunst in einem der größten Ballungsräume Europas zu bieten hat. Ganz gleich, ob der Kunstinteressierte sich nun über Künstler, Kunstformen, Ausstellungen, Museen oder Galerien informieren will – bei kunstgebiet.ruhr wird er bestens bedient. „Es wird Rubriken über Kunstrouten geben. Wir beleuchten die Geschichte des Ruhrgebiets, zeigen, welche Künstler sich mit dem Thema Kunst und Kohle beschäftigen. Wir haben eine eigene Rubrik für Kinder und Jugendliche sowie ein Schwarzes Brett für Künstler, das über Stipendien oder Symposien informiert“, erklärt Fuldner.
Derzeit läuft noch eine außergewöhnliche Aktion, die in direktem Zusammenhang mit kunstgebiet.ruhr steht. Denn at digital hat Stuart Nicol als Kunstblogger auf eine faszinierende Reise durch das Ruhrgebiet geschickt. Der 45-Jährige besucht in 53 Tagen alle 53 Städte des Reviers. Täglich lernt Nicol, den Fuldner für die Umsetzung dieses Vorhabens als „Sechser im Lotto“ bezeichnet, bei seiner „Route 53“ interessante Menschen, tolle Museen und Ausstellungen sowie beeindruckende Kunstwerke kennen. Mit dem Osthaus-Museum in Hagen begann die Reise am 13. Oktober. Zu Nicols Stationen zählten anschließend unter anderem das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, das Zentrum der Lichtkunst in Unna, Zeche Zollern in Dortmund oder das Bergbaumuseum in Bochum. Sogar „unter Tage“ war Stuart Nicol in Marl unterwegs.
Nicht alle Etappen werden später im neuen Kunstführer zu finden sein. „Aber wir planen ein Buch, wahrscheinlich in elektronischer Form, über diese außergewöhnliche Reise“, kündigt Fuldner an.
Dass sich kunstgebiet.ruhr für die neue Domain-Endung .ruhr entschieden hat, ist für Olaf Fuldner eine Selbstverständlichkeit: „Was lag näher, zumal unsere Idee beinahe gleichzeitig mit der Entstehung dieser neuen Domain-Endung entstand.“ Natürlich spielte auch die Identifikation mit dem Pott eine große Rolle. „Die Menschen im Ruhrgebiet sind stolz auf diese Region“, sagt Fuldner. Schon bald werden diese Menschen um eine Attraktion reicher sein – kunstgebiet.ruhr, einem umfangreichen, digitalen Kunstführer für das Ruhrgebiet.

Mehr unter www.kunstgebiet.ruhr

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