barcamp.ruhr 8 – „für unsere Sache gibt‘s keine bessere Domain“

Barcamp? „Wat is dat denn?“, würde womöglich der eine oder andere Mensch aus dem Pott fragen. Aber es dürfte mindestens genauso viele Menschen im Revier geben, die diese Form der Tagung mit Workshops längst zu schätzen wissen. Berthold Barth (30) und Maik Wagner (45) gehören ohne Frage dazu. Und da ist es auch kein Zufall, dass die beiden Essener im kommenden Jahr, genauer gesagt am 21. und 22. März, die achte Auflage des „barcamp.ruhr 8“, das im Unperfekthaus in Essen stattfindet, organisieren. Mindestens ebenso wenig ist es dem Zufall geschuldet, dass sie sich für das Barcamp „aus dem Ruhrgebiet -für das Ruhrgebiet“ die neue Domain-Endung .ruhr gesichert haben.

„Für unsere Sache gibt es keine bessere Domain. Es hilft dabei zu zeigen, in welchem Kontext wir uns bewegen. Es passt halt alles wunderbar zusammen“, nennt Maik die Beweggründe für das Bekenntnis zur Region im Internet.
Aber was ist denn nun ein Barcamp? Was erwartet die Besucher dort? „Es ist eine spannende Diskussionsrunde, bei der es kein vorgegebenes Programm gibt, aber stets einen regen Austausch. Man spricht auch ganz bewusst von Teilgebern und nicht von Teilnehmern“, erläutert Maik, der als Web-Entwickler tätig ist und 2009 sein erstes Barcamp besuchte. Die offenen Tagungen, die auch gerne schon mal als „Unkonferenz“ bezeichnet werden, sind dadurch gekennzeichnet, dass ihre Inhalte und Abläufe zu Beginn des Barcamps von den Besuchern selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden.
Das „barcamp.ruhr 8“, zu dem Berthold und Maik etwa 180 Besucher erwarten, steht unter dem Motto „Think global – act local“. „Wir wollen in einer Zeit, in der die ganze Welt miteinander vernetzt ist, den Blick auf lokale Themen richten. In der Einführung zum Barcamp werden wir auf dieses übergeordnete Thema hinweisen. Aber das soll allenfalls ein Wink, eine Idee sein“, stellt Berthold klar.
Der als Agile-Coach arbeitende Essener ist, wie Maik, ein Fan der Menschen im Ruhrgebiet. „Diese Herzlichkeit und Direktheit findet man sonst nirgendwo“, erklären sie unisono. Und noch etwas eint das Duo: die Überzeugung, dass das Ruhrgebiet ein Barcamp braucht und es sich lohnt, diese Tradition fortzusetzen.

Mehr unter www.barcamp.ruhr

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